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Bifazial vs. monofazial – Lohnen sich Glas-Glas-Module wirklich?

7 Min. Lesezeit·· Ratgeber · Redaktion
Bifazial vs. monofazial – Lohnen sich Glas-Glas-Module wirklich?

„Bifazial bringt bis zu 30 % mehr Ertrag" – diese Aussage liest man in fast jedem Produktdatenblatt. Stimmt das? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wo das Modul hängt.

Was bedeutet bifazial überhaupt?

Bifaziale Module haben aktive Solarzellen auf Vorder- und Rückseite. Statt einer weißen Rückseitenfolie steckt eine zweite Glasscheibe dahinter – daher der Name „Glas-Glas-Modul".

Der Mehrertrag entsteht durch Licht, das von Wand, Boden oder Geländer reflektiert wird und auf die Rückseite trifft. Das nennt man Albedo-Effekt.

Wann lohnt sich der Aufpreis?

Bifazial lohnt sich, wenn die Rückseite frei steht und Licht reflektieren kann. Konkret:

  • Aufständerung auf hellem Flachdach: +15–30 % Mehrertrag möglich
  • Geländer-Montage mit hellem Hintergrund: +5–10 %
  • Senkrechte Wandmontage mit dunkler Fassade: oft unter +5 %
  • Direkter Kontakt mit dem Geländer: kein Mehrertrag – die Rückseite ist verschattet

Haltbarkeit und Garantie

Glas-Glas-Module sind robuster als Glas-Folien-Module. Sie sind unempfindlicher gegen Mikrorisse, UV-Degradation und Feuchtigkeit. Die meisten Hersteller geben deshalb 30 Jahre Leistungsgarantie statt der üblichen 25.

Fazit: Lohnt sich für die meisten – aber nicht für alle

Wenn dein Balkon einen freien Raum hinter den Modulen hat, sind bifaziale Module fast immer den Aufpreis von 30–80 € pro Modul wert. Bei direktem Kontakt mit dem Geländer reicht ein gutes monofaziales Modul vollkommen.

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